đ ES IST SCHĂN EIN MENSCH ZU SEIN đ
Der Refrain klingt wie ein Kinderlied, und genau das ist der Trick.
Zwischen den Strophen bricht Wortsalat aus â Tomaten essen Gurken, ZĂ€hne ohne Sahne, Erbe ohne Geld â, ein Sprachzerfall, wie er entsteht, wenn jemand zu lange allein mit dem Fernseher war. Dann kommt wieder die Strophe, und die ist auf einmal ganz nĂŒchtern: schuften, fĂŒr Brot und Steuern bluten, die Drecksluft schlucken und trotzdem am Ende krepieren.
Der Song stellt beides nebeneinander und kommentiert es nicht. Die gute Laune im Refrain ist kein Trost, sie ist die Zumutung: Man soll dankbar sein, es ist doch schön, ein Mensch zu sein. Sooooo schön.
âWie die Tage verrotten."