âïž LICHTNAHRUNG â Einundzwanzig Tage âïž
Nach dem Rohfleisch und dem Zucker der letzte Schritt: gar nichts mehr. âLichtnahrung" ist das dritte und radikalste StĂŒck der ErnĂ€hrungstrilogie â der Punkt, an dem aus Selbstoptimierung Selbstauflösung wird.
Einundzwanzig Tage ohne Bissen, ohne Wasser, nur kosmisches Licht. Der ErzĂ€hler starrt in die Sonne, bis es schwarz wird, und deutet jedes Symptom als Fortschritt: Die Rippen stechen durch die Haut, die Beine zittern, der Magen frisst sich selbst â und er lĂ€chelt, weil er endlich rein wird. Sein Körper schreit ihn an. Er hört nicht zu. Das ist die ganze Tragödie.
Der Song feiert nichts. Er zeigt nur, wie verfĂŒhrerisch eine Idee sein kann, die einem verspricht, dass man weniger Mensch sein darf.
â ïž Lichtnahrung ist tödlich. Es sind Menschen daran gestorben. Dieser Song ist kein Ratgeber.
âIch werde rein, ich werde frei â und sterbe langsam."