[Pre-drop]
FUCK, SUPERMARKT-GOTT
Wo bist du SUPER-MARKTGOTT?
[Intro]
Ich war mal ein Lord, jetzt bin ich nur noch ein Witz,
mit 20 Euro in der Tasche und dem Geist voller Riss.
Supermarkt, Heiligtum, ich dachte, du rettest mich.
Doch du â du gabst mir⊠das.
[Verse]
Zwanzig Euro Sozialhilfegeld,
im Supermarkt mein letztes Geld fÀllt.
Melone in der Hand â ein Traum, so schwer,
ich dachte: Heute wird das Leben lebenswert.
Doch daheim, das Messer zittert, der Schnitt ist gemacht,
und plötzlich kriecht aus der Frucht gammeliger Saft.
Schwarz und verfault, ein stinkender Schnitt,
das Leben? Klebrig, oh nein zu viel war der Schritt
[Hook]
Oh Melon, oh Melone!
Ich kann nicht mehr ohne.
Faul und leer, zerronnen der Kern,
Ich bin der Lord, der Lord ohne Geld.
Oh Melon, Melone
Mein Leben zerfÀllt.
ZerfÀllt, ZerfÀllt, ZerfÀllt
[Verse]
Ich gehâ zurĂŒck, mein Stolz â zerfetzt,
ohne Kassenbon stehâ ich da, und das Herz zerĂ€tzt.
âWir können nix machenâ, sagt die Dame an der Kass,
mein Geist zerreiĂt wie mein PlastiktĂŒtenhass.
Auf dem RĂŒckweg, die Taschen leer,
der letzte Cent â irgendwo im Nichts verwehrt.
Ein Lord, mitten im Wahnsinn, er kann sich bemĂŒhn
doch am Ende der Leitung ein Clown im KostĂŒm
[Bridge]
Das Messer lacht, die KĂŒche klebt,
der Geist verwirrt, die Seele bebt.
Zwanzig Euro, alles fort,
wo ist der Himmel? Der Supermarkt-Gott?
Ich zerflieĂâ wie der Saft auf dem Boden,
die Schale im MĂŒll, die Gedanken am Hoden.
Supermarktgott, ich dachte, du rettest mich.
Doch ich â ich mache mich lĂ€cherlich.
[Refrain]
Oh Melon, oh Melone!
Ich kann nicht mehr ohne.
Faul und leer, zerronnen der Kern,
Ich bin der Lord, der Lord ohne Geld.
Oh Melon, Melone. Mein Leben zerfÀllt.
ZerfÀllt, ZerfÀllt, ZerfÀllt, ZerfÀllt ohne Geld
[Verse]
Ich sehâs, ich sehâs â da im MĂŒll, ein Licht,
die Melone lebt, sie spricht, sie spricht!
âDu Narr, du Lord, ich war nie verdorben,
du hastâs nur nicht gesehen â dein Verstand ist gestorben.â
Ihre Stimme klebrig, so sĂŒĂ, so kalt,
ihr Fleisch bewegt sich â ich hab es nicht gerallt.
Ich greif nach ihr, mein letzter Halt,
doch sie zerplatzt in meinen HĂ€nden â Meine Nerven durchgeknallt!
[Outro]
Oh Melon, oh Melone!
Ich kann nicht mehr ohne.
Faul und leer, zerronnen der Kern,
Ich bin der Lord, der Lord ohne Geld.
đ MELONE â Zwanzig Euro đ
Es ist die kleinste Katastrophe des Albums und vielleicht die traurigste.
Zwanzig Euro sind ĂŒbrig, der Monat ist lang, und im Supermarkt liegt eine Melone. Einmal etwas Gutes. Einmal nicht die billigste Dose. Der ErzĂ€hler trĂ€gt sie heim wie einen Schatz, setzt das Messer an â und drin ist alles schwarz. Gammeliger Saft lĂ€uft ĂŒber den Tisch, und mit ihm lĂ€uft der ganze Monat weg.
Er geht zurĂŒck. Er hat keinen Kassenbon. âWir können nix machen", sagt die Frau an der Kasse, und sie hat sogar recht. Auf dem RĂŒckweg ist die Tasche leer, der Stolz auch, und aus dem MĂŒlleimer spricht die Melone: Sie war nie verdorben, er hat es nur nicht gesehen.
Ein Lord ohne Geld, ein Clown im KostĂŒm, ein Heiligtum aus Neonlicht, das niemanden rettet.
âOh Melon, Melone â mein Leben zerfĂ€llt."